Zurück

Landesübergreifendes Schülerprojekt zu Hermann Brill

  27.02.2025

„Wer die Freiheit will, muss den Mut haben, für sie zu kämpfen.“ Dies ist ein Zitat von Hermann Louis Brill (1895-1959). Zwei Tage lang beschäftigte sich die Klasse 9c der KGS Herzog Ernst Gotha im Rahmen eines Projekts der Stiftung Engagement & Bildung unter Leitung vom Marius Hildebrand mit dem Leben und Wirken dieser historischen Persönlichkeit. In Gruppen wurden Plakate zu den verschiedenen Lebensabschnitten Brills erstellt und im Plenum präsentiert.

Brill erlebte fünf verschiedene politische Systeme. Der zunächst kaisertreue Lehramtsabsolvent wurde auf Grund seiner Kriegserlebnisse zum linken Revolutionär. Die Krisenjahre der Weimarer Republik formten ihn dann zu einem überzeugten Demokraten. Diese Haltung führte Brill in den Widerstand gegen Hitler. Nach seiner Befreiung aus dem KZ Buchenwald wurde er Regierungspräsident des Landes Thüringen. Die Ablehnung des sowjetischen Sozialismusmodells führte Brill nach Hessen. Für die SPD arbeitete er am Grundgesetz mit und wurde Mitglied des deutschen Bundestages.
„Es ist beeindruckend, wie konsequent Hermann Brill seine politischen Positionen vertrat.“, konstatierte Pepe Höfer. Seine Mitschülerin Lilly Blöcker ergänzte: „Für mich war besonders interessant, wie Brill 1932 als Vorsitzender eines Untersuchungsausschusses Hitler im Thüringer Landtag in einem Kreuzverhör entlarvte.“

Das Projekt ist mit den beiden arbeitsintensiven Tagen noch nicht beendet. Es folgen eine Exkursion in die Gedenkstätte Buchenwald und ein gemeinsames Abschlussplenum mit einer Schülergruppe IGS Heinrich von Brentano in Hochheim in Hessen, die das Projekt parallel durchführte, im einstigen Plenarsaal des ehemaligen Landtagsgebäude in Weimar.

Hannah Wenig (Kl. 9c)

Zurück